No Action Talk Only (NATO) wird die Welt nicht verbessern!

No Action Talk Only (NATO) wird die Welt nicht verbessern!

Viele Bürger haben hohe Ansprüche an die Politik und die Gesellschaft. Man fühlt sich moralisch überlegen und grenzt den Andersdenkenden aus, was höchst antidemokratisch ist. Das eigene Handeln wird jedoch in keiner Weise diesen Ansprüchen gerecht. Das gilt für den Klimaschutz genauso wie für den Umweltschutz.

20% für die Grünen und 4,7% für Bio-Produkte

Ca. 20% der Menschen wählen die Grünen. Wie kann es da sein, dass der Anteil an Bio- Lebensmitteln laut statistischem Bundesamt für 2017 bei gerade mal 4,7 Prozent liegt und das, obwohl es noch reichlich Wähler gibt, die nicht die Grünen wählen, aber Bio kaufen? Mit anderen Worten der Bio Konsum der Grünen Wähler ist verschwindend gering.

Die Welt retten und für bessere Lebensbedingungen in der dritten Welt „kämpfen“ ist auch wieder voll im Trend. Auch da fragt man sich, wie es denn sein kann, dass der Fair Trade Anteil so minimal ist.

Wenn ich im Wald Brennholzkäufern die Frage stelle, wie sie zur naturnahen Waldwirtschaft stehen, bekomme ich 100 Prozent Zustimmung und Anerkennung. Diesen Leuten sage ich dann, dass ich mich sehr freue, endlich jemanden gefunden zu haben, der mir auch die Weichholzarten, wie Weide oder Pappel mit Preisausgleich abkauft. Bei einer naturnahen Waldwirtschaft habe ich als Waldbesitzer natürlich einen gemischten Baumbestand und darunter auch Bäume, die einen geringen Brenn- bzw. Verkaufswert haben. Wenn ich Monokulturen anpflanzen würde, hätte ich das Problem nicht. Aber dann kommt immer die gleiche Antwort: „Ähm… nee… ich wollte eigentlich nur Buche oder Eiche…“. Kein einziger Brennholzabholer hat mir in den letzten 10 Jahren „naturnahes“ Weichholz abgekauft.

Wir brauchen handelnde Bürger, keine moralisierenden Schwätzer

Auf dem Gymnasium meines Sohnes haben sogar Lehrer für die Greta Demonstrationen im Klassenraum geworben und viele Schüler sind dem Aufruf gefolgt. Mal abgesehen davon, dass das klar rechtswidriges Verhalten darstellt, hält sich dann das aktive Handeln dieser sogenannten Klimaschützer doch sehr in Grenzen. Einer von mir angebotenen Pflanzaktion im Wald, natürlich nicht während der Schulzeit, folgten dann ganze 10 Schüler und das waren alles Schüler, die nicht auf der Greta Demo waren.

Diese Welt wird nicht besser durch moralisierende Schwätzer, sondern durch aktives Handeln. Was die Welt braucht, sind verantwortungsvolle Bürger, die die Welt durch ihr Handeln besser machen.

Für viele Veränderungen braucht es keine Politiker, sondern einfach nur verantwortungsvolle Verbraucher. Wenn alle Wähler der Grünen Bio kaufen, dann sinkt der Glyphosatverbrauch sofort um mindestens 18 Prozent. Wer Kinderarbeit bei der Kaffee- oder Kakaoernte ablehnt, sollte Fair Trade kaufen. Wenn die Greta-Fans etwas für das Klima machen wollen, dann sollten sie mal über ihr eigenes Konsumverhalten nachdenken, denn Fastfood und Wegwerfmode aus dem Discounter sind weder klima- noch umweltverträglich.

Wir brauchen keine NATO (No Action Talk Only) Umwelt- und Klimaschützer, denn sie bewirken gar nichts.

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