Links und liberal sind ein Widerspruch

Links und liberal sind ein Widerspruch

Damit sich schön spalten lässt, werden in der gängigen politischen Diskussion immer zwei Begriffspaare verknüpft: links und liberal, sowie rechts und konservativ. Ich wage die These: links und liberal widerspricht sich.

Beides gleichzeitig vertreten geht nicht. Weder von der Bedeutung der Worte her, noch politisch-inhaltlich.

Das Gegenteil von liberal ist reaktionär

Wir sind uns doch sicher alle einig, dass das Wort liberal tolerant gegenüber Andersdenkenden bedeutet und das Wort Liberalismus Freiheit und Schutz des Individuums vor Eingriffen des Staates. Dafür braucht man gleiches Recht für alle. Wenn Sie da mitgehen können, dann ist das Gegenteil von liberal aber nicht konservativ, sondern reaktionär.

Reaktionär bedeutet das Festhalten an Verhältnissen, die die Menschen nach ihrem heutigen Bewusstsein und in ihrer jetzigen Situation in ihrer Freiheit oder ihren Bedürfnissen einschränken. Also das, was oft fälschlich als konservativ bezeichnet wird. Konservativ bedeutet nur erhalten, das kann auch heute noch Gutes und Nützliches sein. Sonst würden wir in einer Konservendose nicht leckere haltbare Gerichte finden, sondern nur veralte oder verschimmelte.  

Wenn jeder gleichberechtigt seine Chance nutzt, können hinterher nicht alle gleichgestellt sein

In dem Sinne schauen wir uns mal sog. linke Systeme genauer an. Die Grundidee ist nicht nur gleiches Recht für alle, sondern auch gleiches Eigentum. Sie sind planwirtschaftlich. Historisch betrachtet waren und sind diese Systeme nie und nirgendswo auf der Welt liberal oder tolerant.

Weil das staatliche Ziel der Linke ist den Menschen gleich zu machen, müssen solche Staatsformen zwangsläufig immer reaktionär sein. Dazu müssen sie den Menschen entmündigen. Denn wer lässt sich schon gerne vorschreiben, wie er zu leben und was er mit seinem Geld zu machen hat? Deshalb können sie gar nicht liberal sein und den Menschen vor dem Staat schützen. Ganz im Gegenteil, der Staat hat den Anspruch eine möglichst umfängliche Regelung und Kontrolle über alle Lebensbereiche des Menschen zu erreichen.

In einem sozialistischen System sind Menschen nicht gleichberechtig, denn das hieße, dass die einen ihre Chancen nutzen und andere nicht, und somit zu verschiedenem Eigentum und Status gelangen.

Damit alle gleich reich, gleich gesund, gleich gebildet und gleich erfolgreich sind, müssen sie vom Staat gleichgestellt werden. Durch Umverteilung und Regulierung aller Lebensbereiche müssen sie gleich gemacht werden. Den Ausspruch, dass dabei immer einige gleicher sind als andere, kennen Sie sicher noch aus der DDR oder der Sowjetunion.

Wahrscheinlich haben Sie es schon längst gemerkt, wie liberal die gängige „links-liberale“ Politik wirklich ist, weil sie langsam aber sicher greift sie in alle unsere Lebensbereiche eingreift. Wenn sie konsequent von Ihrem privaten Vermögen in die staatlichen Töpfe umverteilt, und Ihnen immer weniger Geld bleibt. Das heißt, Ihnen gleichzeitig auch immer weniger Chancen lässt.

Logische Konsequenz ist Schönreden der Realität oder Verfolgung

Es ist eine logische Konsequenz linker Gleichstellungsbemühungen, dass jeder, der z.B. nicht will, dass sein Geld umverteilt wird oder die staatlich verordnete Gleichheit kritisiert, also jeder, der individuell sein will, per se vom linken Staatswesen nicht toleriert werden kann.

Die führenden Politiker eines solchen Staates müssen zwangsläufig durch Schönreden die individuellen Randerscheinungen der menschlichen Realität, positive, wie negative, im Sinne der Ideologie umdeuten oder verfolgen. Sonst könnten ja noch mehr anders sein wollen.

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