Ende des Berufspolitikers

Ende des Berufspolitikers

Robert Habeck von den Grünen macht die Merkel-Rochade
Oder, wie man sich das Überleben im gut versorgten Berufspolitikerdasein sichert.

Es ist unbestritten, dass der Berufspolitiker Schuld an vielen irrsinnigen politischen Entscheidungen hat. Genauso unumstritten ist auch, dass es Berufspolitikern nicht mehr um vernünftige Sachentscheidungen zu Gunsten der Bürger geht, sondern um das möglichst lange Verweilen  im Elfenbeinschlösschen der bestens versorgten Politikerkaste.

Haben Sie sich mal gefragt, ob sie einen anderen Arbeitgeber als den Staat kennen, der es einem Arbeitnehmer in vergleichbar hoher Position erlauben würde, noch x weitere gut bezahlte Jobs anzunehmen? In der Politik ist dies trotz bester Grundversorgung selbstverständlich möglich.

Um weiterhin an aussichtsreiche Wählerschichten zu gelangen, bleibt die ursprüngliche politische Ausrichtung der Partei dabei natürlich auf der Strecke. Standhaftigkeit und eigene Positionen begrenzen in diesem Kampf nur unnötig den eigenen Spielraum.

Die Kanzlerin hat allen vorgemacht wie das geht.

Der blitzschnelle Positionstausch im Atomausstieg, den sie kurz im Alleingang beschlossen hat, war wie beim Schachspiel ein Austausch eines unbeweglichen Königs gegen den gerade benötigten schnellen Turm. Mit der „Merkel-Rochade“ waren die Grünen ihr Hauptthema los.

Die Grünen, erst völlig überrumpelt, mussten nachlegen und beschlossen den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor bis 2030. Natürlich ist das Schwachsinn, aber wen stört das schon. Sie hofften wohl, die CDU würde in alter Verbundenheit zur Marktwirtschaft die Autoindustrie verteidigen. Die Kanzlerin verteidigt in dieser Frage aber nicht die Automobilindustrie und so müssen die Grünen weiter um ihr Kerngeschäft fürchten.

Robert Habeck hat das verstanden und nach dem Motto „Von Feinden lernen heißt siegen lernen“ mit seiner Partei nun die Merkel-Rochade nachgemacht. Die massiven Forderungen nach Enteignungen von Wohneigentum sind ein Kernthema linker Parteien. Mit dem klaren Positionswechsel in der Eigentumsfrage, wollen die Grünen nun der linken Konkurrenz die Wähler wegnehmen.

Job-Politiker-Job ist das Motto

Für einen Berufspolitiker eine mehr als lukrative Idee, weil Diätensicherung wichtiger ist als politische Positionen. Besonders, wenn der zukünftige Koalitionspartner CDU das genauso sieht und keine Gegenwehr zu erwarten ist. Wenn wieder Sachpolitik im Vordergrund stehen soll, brauchen wir das Ende des Berufspolitikers. Amtszeitbegrenzung ist dafür die beste Lösung. Das Motto lautet: „Job-Politiker-Job“ und nicht „Kreissaal, Hörsaal, Plenarsaal“.

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